Festbrennweiten vs Zoomobjektive


In diesem Video spreche ich über den Unterschied zwischen Festbrennweiten und Zoomobjektive und welcher der beiden ich eher in den Kamerarucksack stecke und warum.

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Voigtländer  15mm f/4,5 Super Wide Heliar asphärisch III

Ultraweitwinkelobjektive

Mit keinen anderen Objektiv habe ich mehr gelernt als mit diesem Ultraweitwinkelobjektiv. Die extreme Streckung von Vordergrund zu Hintergrund macht das Weitwinkel zu einen besonderen Erlebnis. Um bei einen Bild mit solch großen Blickwinkel ein Gefühl von Raum zu geben, braucht es einen guten Bildaufbau. Hier ist es umso wichtiger einen ordentlichen Vordergrund zu haben, da dieser auch sehr dominant im Bild erscheinen wird. Der Hintergrund muss dann passend dazu ausbalanziert werden.

Natürlich gilt dieser Grundsatz von einem ausgeglichenen Vorder- und Hintergrund in der gesamten Fotografie, aber erst mit der Weitwinkelfotografie habe ich gelernt, bewusst darauf zu schauen. Deshalb hat für mich dieses Weitwinkelobjektiv so einen großen Stellenwert. 
Weit entfernte Objekte werden wirken weit weg und sehr klein, da kann sogar der größte Berg winzig wirken. Darauf sollte man acht geben. 



Das Voigtländer 15mm

  • Blende: f/4,5
  • Bildwinkel: 110°
  • Brennweite: 15mm
  • Gewicht: ca. 300g
  • Filtergröße 58mm

Durch geringe Maximalblende von f/4,5 ist das Objektiv zwar nicht gerade lichtstark, aber dadurch bleibt es sehr klein und kompakt. Auf der A7 wirkt es sehr ausgeglichen und selbst auf der A6000 wirkt es harmonisch und ist dann dank des APSC-Sensors wie ein 22mm Objektiv. Die Kombination A6000 + Voigtländer 15mm ist für mich eine hervorragende Reisekombination. Sehr leicht und noch immer sehr weit winkelig. 

Die Verzeichnungen sind hervorragend korrigiert, was es perfekt für Architekturfotografie macht. Die Vignettierung ist sehr ausgeprägt, was in Verbindung mit der relativ geringen Blendeöffnung, ein weiterer Nachteil bei der Milchstraßenfotografie ist.  Aber das gute ISO-Verhalten der A7ii macht da einiges wieder wett.  Ich arbeite ab und zu mit einen Pol-Filter an diesem Objektiv, aber einen Filterhalter für Verlaufsfilter kann man aufgrund der festen Gegenlichtblende nicht anbringen. Aber ich nutze hier dann den großen Dynamikumfang der A7ii aus und arbeite mittlerweile sehr selten mit Verlaufsfiltern. Auch die Sonnensterne gefallen mir sehr gut (siehe Beispielbilder)

Die Bildschärfe ist gut und auch insgesamt ist mein Eindruck von diesem Objektiv sehr positiv. Ich ärgere mich oft, wenn ich dieses Objektiv nicht mit dabei habe, obwohl es aufgrund der geringen Größe keinen Grund dazu gäbe. Und es macht irrsinnig viel Spaß auf kreative Weiße mit einen Ultraweitwinkel zu fotografieren. 

 

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Polaroid - Eine einzigartige Erfahrung

Polaroid

Ich möchte gleich zu Beginn sagen, dass ich kein Polaroid-Experte bin, aber möchte meine ersten Erfahrungen mit euch teilen. 
Die Überraschung war groß als mein Vater eine Polaroid-Kamera fand, genauer eine Polaroid 635 CL
Ich muss auch sagen, ich habe nicht erwartet, dass die Kamera funktioniert. Aber es befand sich noch eine Kassette mit einen alten Film im Gehäuse und als ich den Auslöser drückte, kam sogar ein Foto raus. Dadurch war der Fall klar, ein neuer Film musste her um das Ganze besser zu testen. 

Das erste Foto (ein klassisches Selfie) war eine weitere positive Überraschung. Die Farben waren perfekt und die Belichtung auch sehr gut. Verwendet habe ich dabei einen 600er Film von Impossible Project. Gekauft beim Kameraladen meines Vertrauens ;-)

 

Polraoid 635CL mit Impossible Project 600 Color Film beim Schlossbergplatz, Graz  


Der Charme des Sofortbildes

"Know your Gear", ein Leitsatz den man gerade in der Fotografie oft hört, und auch ich kann diesen Satz nur unterstreichen. Aber plötzlich hat man eine Kamera in der Hand, wo man nur sehr eingeschränkt auf das Foto eingreifen kann. Nur eine simple Belichtungskorrektur und sonst nichts. Blende fix, Fokuspunkt fix und ungefähr 50mm Brennweite. Noch dazu entwickelt die einzelnen Fotos teilweise sehr unterschiedlich (Laut Anleitung +,- 1/3 stop)

Aber genau diese Punkte haben auch einen Charme, man sorgt für die perfekten Bedingungen für ein Foto und weiß trotzdem erst nach 30 min, ob man richtig lag oder nicht. Man will dieses Foto nicht leichtfertig vergeuden und bereitet jeden Schnappschuss penibel genau vor. Und genau bei diesem Punkt kann man viel für die allgemeine Fotografie lernen. Man drückt nicht leichtfertig den Auslöseknopf. Man ruft sich all die Dinge in Erinnerung, die man schon mal in Fotografiegrundlagen gehört hat. Komposition, Abschätzung der Belichtung, Framing, Kontraste,....

Es tut gut, sich wieder einmal auf die Basics zu Berufen und diese wieder zu verfestigen. Also ja, ich bin überzeugt davon, dass diese Art der Fotografie auch meine digitale Fotografie verbessert.

Nicht zu vergessen der größte Vorteil: Ich habe sofort ein ausgedrucktes Bild in der Hand und das ist wohl die schönste Form einer Erinnerung festzuhalten. Auf Freunde freuen sich sicherlich über eine lustige Momentaufnahme. 

Specs

Hier ein paar Zahlen für die Faktenfreaks unter euch (zu denen ich auch gehöre ;-) )

  • 106mm Objektiv (fix; ca. 50mm auf  KB)
  • Blende: f/14,6 - f/45
  • Belichtungszeit: 1/3 - 1/200s 
  • Abbrennzeit des Blitzes: 1/3000 - 1/20,000s
  • Minimaler Fokusabstand: 1,4m
  • Die Filmempfindlichkeit wird mit ASA 640 angegeben (Color Film)

An den Daten merkt man schon, die Kamera hat einige Einschränkungen:

Bei 1/3s Belichtungszeit muss man schon ein ruhiges Händchen beweisen. Eine maximale Blende von f/14,6 ist nicht gerade das, was man eine schnelle Linse nennt und 1,4m Fokusabstand sorgt nicht gerade für Makroshots. Kreativität ist gefragt um um diese Einschränkungen zu arbeiten. Da sind wir bei einem weiteren wichtigen Punkt, der geschult wird, deine Kreativität. 

Ich werde meine Polaroid immer wieder gerne einpacken, gerade wenn es zu Events mit Freunden geht, um mit diesen charmanten Bildchen etwas Freude zu verbreiten.

Falls ihr noch Fragen habt, schreibt gerne in die Kommentare und ich versuche sie zu beantworten.


Video zum Beitrag:

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